<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kritische Masse &#187; Web 1.0</title>
	<atom:link href="http://blog.schulezweipunktnull.de/tag/web-1-0/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://blog.schulezweipunktnull.de</link>
	<description>... denn mit leerem Kopf nickt es sich leichter</description>
	<lastBuildDate>Sat, 29 Jan 2011 15:34:09 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0.4</generator>
		<item>
		<title>Unload the #matrix goto #realitiy</title>
		<link>http://blog.schulezweipunktnull.de/2009/09/unload-the-matrix-goto-realitiy/</link>
		<comments>http://blog.schulezweipunktnull.de/2009/09/unload-the-matrix-goto-realitiy/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 08:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wolfgang Weicht</dc:creator>
				<category><![CDATA[Brainware]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Inhabitants]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Natives]]></category>
		<category><![CDATA[Gutmenschen]]></category>
		<category><![CDATA[Howard Rheingold]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[The Well]]></category>
		<category><![CDATA[Web 1.0]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.schulezweipunktnull.de/?p=681</guid>
		<description><![CDATA[Bedingt durch den anhaltenden Social Media Hype in dem manch digitaler Gutmensch (neudeutsch auch als Digital Natives oder Digital Inhabitants bezeichnet) die Chancen für einen gesellschaftlichen Wandel zum Besseren sieht und das anhaltenden analoge Medien- und Politikgepoltere der Offliner, die nun durch das Internet den völligen Verfall der Gesellschaft in Richtung Sodom und Ghomorra kommen [...]


Keine ähnlichen Beiträge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-707" style="border: 2px solid black; margin: 15px;" title="2" src="http://blog.schulezweipunktnull.de/wp-content/uploads/2009/09/2.png" alt="2" width="150" height="150" />Bedingt durch den anhaltenden <a href="http://www.socialmediaexplorer.com/2008/08/29/the-future-of-social-media-hope-or-hype/" target="_blank">Social Media Hype</a> in dem manch digitaler Gutmensch (neudeutsch auch als <a href="http://www.dnadigital.de/" target="_blank">Digital Natives</a> oder <a href="http://btw09.twoday.net/stories/politik-versus-digital-inhabitants/" target="_blank">Digital Inhabitants</a> bezeichnet) die Chancen für einen gesellschaftlichen Wandel zum Besseren sieht und das anhaltenden analoge <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?id=66360414&amp;top=SPIEGEL">Medien- und Politikgepoltere</a> der Offliner, die nun durch das Internet den völligen Verfall der Gesellschaft in Richtung <a href="http://knowyourmeme.com/memes/zensursula" target="_blank">Sodom und Ghomorra</a> kommen sehen, halte ich es an der Zeit mal einen kleinen Abriss der Ereignisse zu bringen um beide Parteien auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen.<span id="more-681"></span></p>
<h3>Früher war alles Besser</h3>
<p><img class="size-full wp-image-708 alignright" style="border: 2px solid black; margin: 15px;" title="4" src="http://blog.schulezweipunktnull.de/wp-content/uploads/2009/09/4.png" alt="4" width="150" height="150" />Menschen haben aufgrund der immensen Informations- und Ereignisflut, die sie ihr ganzes Leben begleitet, die überlebenswichtige Eigenschaft des Filterns entwickelt. Diese Filterung führt dazu das, dass in unsere Erinnerung unwichtige Ereignisse ausgeblendet werden, was zur folge hat, dass Vergangenheit in der Regel als eine lineare Abfolge von Meilensteinen angesehen  wird. Dies erklärt auf einfache weise, warum “früher alles besser war”. Wir blenden unwichtige Ereignisse aus der Vergangenheit aus, verdrängen negative Erlebnisse, wenn sie nicht ein Schlüsselerlebnis darstellen und neigen dazu die Meilensteine zu glorifizieren. Da uns nun logischer Weise keine Erkenntnisse über die Zukunft vorliegen und wir zudem in der Gegenwart mit einer gefühlten überdurchschnittlichen Anzahl von neuen Ereignissen konfrontiert werden, wird es Menschen, die an einem <a title="Lesetipp &quot;Selbstbild&quot;" href="http://www.amazon.de/gp/product/3492252273?ie=UTF8&amp;tag=schul20-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3492252273http://" target="_blank">festen Weltbild</a> hängen, durch aus Angst und Bang. Menschen mit einem <a title="Lesetipp &quot;A Whole New Mind&quot;" href="http://www.amazon.de/gp/product/1594481717?ie=UTF8&amp;tag=schul20-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1594481717" target="_blank">dynamischeren Weltbild</a> und einer  explorativen Einstellung, sehen hier die Chance zur Veränderung.</p>
<h3>Das 1&#215;1 der Mediengeschichte</h3>
<p>Um diese Erkenntnis reicher betrachten wir nun kurz die Mediengeschichte. Wir weisen in der Regel die Erfindung des Buchdruckes einem gewissen Gutenberg für das Jahr 1448 zu und schwelgen nun in Vorstellungen, die so oft nichts mit der Historie zu tun haben. Das Gutenberg, wie viele andere Erfinder, mehrmals fast pleite war und seine Erfindung nicht nur auf eine positives Echo gestoßen ist, sogar als ketzerisch empfunden wurde, ist heute kaum vorstellbar. Seine Idee, welche heute eine so hohe gesellschaftliche Wertschätzung widerfährt, drohte auf dem Scheiterhaufen zu enden. Zu Gutenbergs Zeiten ging es auch um Zensur und Raubkopierertum. Die Parallelen zwischen gedrucktem und digitalem Kommunikationswandel sind also mehr als deutlich. (Mehr dazu unter <a href="http://www.goodcopybadcopy.net/" target="_blank">&#8220;Good Copy Bad Copy&#8221;</a> und <a href="http://www.stealthisfilm.com/Part2/" target="_blank">&#8220;Steal This Film&#8221;</a>)<br />
[smooth=id:7; width:446; height:250; timed:false; arrows:true; carousel:false; links:false; info:false; align:center; frames:true;]</p>
<p>Auch im weiteren epochalen Verlauf der Mediengeschichte haben wir gewisse historische Schlüsselmomente. 1895 schreibt man den Brüdern Lumiere die Entwicklung des Cinematographen zu und so reit sich dann eine technische Erfindung an die andere. Es folgen Radio und Fernsehen. Und auch für die Entwicklungen im Bereich Computer haben wir erste Meilensteine mit Internet und WWW. Mit dem Ergebnis das im historischen Rückblick die Abfolge der technischen Epochen sowohl logisch als auch strukturiert erscheint.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-709" style="border: 2px solid black; margin: 15px;" title="3" src="http://blog.schulezweipunktnull.de/wp-content/uploads/2009/09/3.png" alt="3" width="150" height="150" />Betrachten wir nun die Gegenwart und hier das Internet im speziellen mit der uns <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/File:Web_2.0_Map.svg" target="_blank">umschwirrenden Begriffswolke</a>, so haben wir das Gefühl im Chaos der Möglichkeiten zu versinken. Wir sehen uns einer Flut von Informationen und Möglichkeiten ausgeliefert, ohne die wir angeblich nicht mehr leben können. Die Sehnsucht nach Struktur, so wie es uns die Geschichte zeigt wird in manchem Skeptiker wach.</p>
<p>Betrachtet man nun jedoch die medialen Epochen im Detail, fällt auf, das auch zu Zeiten der Lumieres und andere es immer Parallelentwicklungen gab, sich Erfindungen gegenseitig inspirierten und erst möglich machten. Manch Erfinder wurde  einfach seiner Idee beraubt, und manch andere Vision endete als Anekdote in Wikipedia.</p>
<p>Eigentlich war’s früher genauso wie heut’. Chaos im Reich der Möglichkeiten. Manches setzt sich durch und vieles eben nicht. Wir können also beim Thema Social Media die Kirche getrost im Dorf lassen. Es wird sich etwas ändern, aber die Veränderung wird nicht so dramatisch sein wie manche es sich wünschen und andere befürchten.</p>
<h3>Analog vs. Digital</h3>
<p>Was ist nun das Mantra aller Medien? Es geht um den Austausch von Informationen zwischen einem Sender und einem Empfänger. In der analogen Welt war dies immer technisch bedingt ein Monolog. Die große Veränderung setzte jedoch mit den digitalen Medien ein, die es einem Empfänger nun ermöglichten auch zum Sender zu werden und das war schon weit vor Web 2.0 der Fall.</p>
<p>[smooth=id: 4; width:446; height:250; timed:false; arrows:true; carousel:false; links:false; info:false; align:center; frames:true;]</p>
<p>Es war vor allem &#8220;<a href="http://www.wired.com/wired/archive/5.05/ff_well_pr.html" target="_blank">The Well</a>&#8221; mit dem ich dies am eigenen Leibe erfahren durfte. Ok. Die Technik war krude und das Interface von minimaler Gestalt, doch Faszination und Inspiration persönlich so beeindruckend, das die Lernkurve um eine Telnet-Session zu meistern gerne genommen wurde. Es herrschten die selben Mechaniken wie bei Web 2.0, nur das es Werbefrei und der Bildschirm schwarz/weiß war. Auch hier gab es eine soziale Vernetzung, die eine kollektive Intelligenz entwickelte und dabei oft anspruchsvoller wals als manches heutige Social Network. Wenn also jemand das Web 2.0 erfunden hat, dann waren es nicht die digitalen Kapuzen, sondern die <a href="http://www.wholeearth.com/index.php" target="_blank">digtalen Hippies</a> um <a href="http://www.rheingold.com/">Howard Rheingold</a>.</p>
<h3>Technik vs. Bedürfnisse</h3>
<p>Auch wenn sich technische Möglichkeiten laufend differenzieren und erweitern, so zweigt sich das die grundlegenden kommunikativen Bedürfnisse der Menschheit eher konstant sind. Menschen wollen etwas erschaffen, sie wollen sich verbinden, Veränderungen herbeiführen und für das geleistete eine Reaktion erfahren. Dies ist es was Goethe antrieb, genauso wie die kleine Lisa mit ihren Wachsmalstiften oder <a href="http://blog.annegrabs.de/">Annellchen mit ihrem Blog</a>. Wir können also festhalten, die Revolution durch Social Media nichts anderes ist als die logische Permutation menschlicher Bedürfnisse, wie wir sie schon seit Gutenberg kennen.</p>
<p>[smooth=id: 6; width:446; height:250; timed:false; arrows:true; carousel:false; links:false; info:false; align:center; frames:true;]</p>
<p>Social Media ist nur erfolgreich, weil es diese grundlegenden menschlichen Bedürfnisse befriedigt, die jedoch logischer Weise von uns unterschiedlich aufgenommen werden, da die kommunikativen Bedürfnisse unterschiedlich ausgeprägt sind.   Forester Research hat daraus ein <a href="http://blogs.forrester.com/groundswell/2007/04/forresters_new_.html">Web 2.0 Personas Modell</a> entwickelt, was sich wunderbar mit den Ausführung von Malcolm Gladwell in “<a title="Lesetipp &quot;The Tipping Point&quot;" href="http://www.amazon.de/gp/product/0316679070?ie=UTF8&amp;tag=schul20-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0316679070" target="_blank">The Tipping Point</a>” deckt, in dem er die Persona Modelle im gruppendynamischen Kontext anhand von historischen Ereignissen beschreibt.</p>
<p>[smooth=id: 5; width:446; height:250; timed:false; arrows:true; carousel:false; links:false; info:false; align:center; frames:true;]</p>
<h3>Die Welt verbessern 2.0</h3>
<p>Nun will ich hier nicht als Denunziant der Blogosphäre enden und mit meinen Gedanken zur Verbesserung der Situation abschließen. Wer mit den Chancen von Social Media etwas im gesellschaftlichen Kontext bewegen will, muss innerhalb seines eigenen Systems eine kritische Masse erreichen (siehe Petition zu Zensursula), Kritiker ignorieren (siehe Internetausdrucker), aber vor allem die große Masse der Unwissenden überzeugen.</p>
<h3>Tod der Begrifflichkeit</h3>
<p><img class="size-full wp-image-710 alignright" style="border: 2px solid black; margin: 15px;" title="1" src="http://blog.schulezweipunktnull.de/wp-content/uploads/2009/09/1.png" alt="1" width="150" height="150" />Menschen die nun den Einstieg in den kommunikativen Bereich des Internets wagen werden mit einem Meer an Begrifflichkeiten konfrontiert und jeden Tag kommen neue Tags und neue Hypes hinzu, die im Kern immer wieder die selben kommunikativen Mechaniken beschreiben und sich nur noch in Details voneinander unterscheiden. Wer sich hinter Wordmonstern wie Digital Natives verstecken muß, braucht sich nicht wundern wenn ihn keiner Versteht und er wie ein Exot im Zoo angesehen wird. Durch solche Worthülsen verliert das Thema Social Media jeglichen Realitätsbezug für Neueinsteiger. Wir müssen die Sache einfacher machen und nicht komplizierter. Denn nur wenn Menschen wissen, das sie sich auf sicherem Terrain befinden und dort das vorfinden, was ihren Gewohnheiten entspricht und ihre Bedürfnisse dort auch befriedigt werden, werden sie vom Offliner zum Onliner.</p>
<h3>Darüber reden reicht nicht</h3>
<p>Mit dem Internet ist es wie mit Sex. Darüber reden ist schön, es zu tun ist viel schöner. Wenn man uns verstehen soll, dann sollten wir nicht endlos darüber philosophieren wie schön die Welt im Web aussehen könnte. Nehmt Offliner an die Hand, macht mit ihnen Projekte und sprecht ihre Sprache. Schalte deinen Rechner aus und gehe hinaus in die Welt. Sofort. Los mach schon.</p>


<p>Keine ähnlichen Beiträge.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://blog.schulezweipunktnull.de/2009/09/unload-the-matrix-goto-realitiy/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

