Kategorie: Biss(ch)en im Hals | Tags: Kritik, Schule 2.0 | Keine Kommentare »
Und da war es wieder dieses schöne Gefühl: Ich schlage die Zeitung auf, lege sie vor mir auf den Frühstückstisch und schon muss ich husten. Unsere Bundesministerin für den Bereich Bildung fordert ein bundesweites Zentralabitur. Herzlichen Glückwunsch möchte man da rufen – obwohl das gerade nicht geht weil ich versuche dem Erstickungstod zu entgehen.
Offensichtlich waren der guten Frau die etwas deutlicheren Kritiken zu ihren letzten Ideen (zur Erinnerung: Ausländische Akademiker nach Deutschland und Top-Mitarbeiter aus der Industrie) nicht genug. Jetz will sie uns allen beweisen, dass sie vom aktuellen Stand und der damit verbundenen Not im deutschen Bildungssystem tatsächlich überhaupt keine Ahnung hat und auch nicht weiß wie die existierende Misere in den Griff zu bekommen ist.
Wer es schafft nur 5 Minuten zuzuhören – und zwar den Betroffenen: Lehrern und Schülern – wird schnell erkennen, dass die Probleme im Dichter- und Denkerstaat gerade daher rühren, das seit Jahren das “Konzept Wissensvermittlung” nicht angepasst wurde. Man hat immer nur versucht mehr Stoff in kürzerer Zeit in die Köpfe zu stecken und das auch noch mit verstaubten Methoden. Leider funktionieren manche Dinge aber nicht ewig. Anstatt endlich die Strukturen im Bildungswesen aufzubrechen, die Hoheit der Länder zu kippen und eine an heutige Bedürfnisse und Gegebenheiten bundesweite Vorgabe zu entwickeln wird sich immer wieder nur elegant in Szene gesetzt aber nichts getan. Inhaltsleeres Geschwafel, dafür bekommen Schüler eine 5. Minister bekommen Pension.
Kategorie: Schule 2.0 | Tags: Produktivität, Schule 2.0 | Keine Kommentare »
Tradition versus Produktivität. So knapp läßt sich die momentane Situation bei der Erkundung des Einsatzes neuer Medien in “alten” Schulen zusammen fassen. Immer wieder gab und gibt es Ansätze zur Integration multimedialer Technologien in den Unterricht. Leider immer mit der gleichen Vorgehensweise: Wir nehmen das bewährte Konzept unserer Großeltern und stülpen einen Computer darüber. Ergebnis: “Das elektronische Klassenzimmer” in beliebiger Variation.
Unser Kommentar dazu: Blödsinn. Verschwendung von Energie, Zeit und somit Geld. Alleine schon das Wort “Klassenzimmer” zeigt, dass man sich von herkömmlichen Vorstellungen der Wissensvermittlung keinen Millimeter weit entfernt hat. Die heute zur Verfügung stehenden Medien ermöglichen völlig neue Formen des Erlernens. Und die Schülerinnen und Schüler können damit in der Regel besser umgehen, als die die ihnen Wissen vermitteln sollen.
Wieviel spannender kann “Lernen” sein wenn z.B. ein Mitschüler berichtet was er wie wann wo erlebt hat. Und welche Möglichkeiten es gibt dem Beispiel zu folgen. Selbst erlebtes weiterzugeben bzw. von anderen erlebtes selbst aus zu probieren ist eindringlicher für alle, als Inhalte nach einem festen Plan runter zu spulen. Wissenssammlung und Partizipation an dieser Sammlung sind die beste Möglichkeit den sich ändernden Anforderungen an Schule gerecht zu werden. Nur Powerpoint und Moodle reichen da bei weitem nicht mehr aus.
In einem Live-Show-Case werden wir zeigen wie Kommunikation in der Schulgemeinde mit Hilfe neuer Technolgien zu einer explosionsartig Menge von Information und damit Wissen führen kann. Darüber möchten wir diskutieren, wir wollen Anregungen sammeln wie diese Menge von Daten beherrschbar bleibt und erkunden wie die Informationen den Informationshungrigen zur Verfügung gestellt werden kann. Und wir wollen uns mit anderen Projekten austauschen, um voneinander zu lernen wie man alte Zöpfe abschneidet ohne das es gleich zu Kahlheit führt. Eben das beste von Gestern mit dem besten von Morgen.
Kategorie: Brainware, Schule 2.0 | Tags: Gene Koo, Harvard, Schule 2.0, Social Networks, techpresident.com | Keine Kommentare »
Aus der Vernetzung von Menschen ergeben sich viele Veränderungen für die Art und Weise, wie wir bis dahin das System “Gesellschaft” gesehen haben. Es ergeben sich Veränderung in der Wirtschaft, innerhalb von Unternehmen und auch in der Bildung. Der Blick über den Tellerrand der eigenen Thematik zeigt dann oft, das andere Bereiche mit vergleichbaren Herausforderung zu kämpfen haben. Weiterlesen »
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