"Jede Folgerung, die wir aus unseren Beobachtungen ziehen, ist meistens voreilig: Denn hinter den wahrgenommenen Erscheinungen gibt es solche, die wir undeutlich sehen, und hinter diesen wahrscheinlich noch andere, die wir überhaupt nicht erkennen." Gustave Le Bon
Tradition versus Produktivität. So knapp läßt sich die momentane Situation bei der Erkundung des Einsatzes neuer Medien in “alten” Schulen zusammen fassen. Immer wieder gab und gibt es Ansätze zur Integration multimedialer Technologien in den Unterricht. Leider immer mit der gleichen Vorgehensweise: Wir nehmen das bewährte Konzept unserer Großeltern und stülpen einen Computer darüber. Ergebnis: “Das elektronische Klassenzimmer” in beliebiger Variation.
Unser Kommentar dazu: Blödsinn. Verschwendung von Energie, Zeit und somit Geld. Alleine schon das Wort “Klassenzimmer” zeigt, dass man sich von herkömmlichen Vorstellungen der Wissensvermittlung keinen Millimeter weit entfernt hat. Die heute zur Verfügung stehenden Medien ermöglichen völlig neue Formen des Erlernens. Und die Schülerinnen und Schüler können damit in der Regel besser umgehen, als die die ihnen Wissen vermitteln sollen.
Wieviel spannender kann “Lernen” sein wenn z.B. ein Mitschüler berichtet was er wie wann wo erlebt hat. Und welche Möglichkeiten es gibt dem Beispiel zu folgen. Selbst erlebtes weiterzugeben bzw. von anderen erlebtes selbst aus zu probieren ist eindringlicher für alle, als Inhalte nach einem festen Plan runter zu spulen. Wissenssammlung und Partizipation an dieser Sammlung sind die beste Möglichkeit den sich ändernden Anforderungen an Schule gerecht zu werden. Nur Powerpoint und Moodle reichen da bei weitem nicht mehr aus.
In einem Live-Show-Case werden wir zeigen wie Kommunikation in der Schulgemeinde mit Hilfe neuer Technolgien zu einer explosionsartig Menge von Information und damit Wissen führen kann. Darüber möchten wir diskutieren, wir wollen Anregungen sammeln wie diese Menge von Daten beherrschbar bleibt und erkunden wie die Informationen den Informationshungrigen zur Verfügung gestellt werden kann. Und wir wollen uns mit anderen Projekten austauschen, um voneinander zu lernen wie man alte Zöpfe abschneidet ohne das es gleich zu Kahlheit führt. Eben das beste von Gestern mit dem besten von Morgen.
So, jetzt ist die erste Woche der Osterferien geschafft und es wird Zeit sich aus dem Liegestuhl zu schälen und einmal über die zu erwartetenden Arbeiten in der Schule nach zu denken. Nicht zu viel, nur ein bißchen. Und wenn der Unterricht dann wieder startet bin ich auch in der richtigen Stimmung, um regelmäßig über den einen oder anderen Bissen zu schreiben der mir morgens im Hals steckenbleibt. Nicht immer im Zusammenhang mit Schule sondern je nach Lust und persönlichem Befinden über Dinge die einen auch im und am Alltag aufregen.
Wie sich die Lesbarkeit von Webseiten erhöhen läßt wurde ja schon im Beitrag Informationsrauschen reduzieren und Die Produktivität erhöhen beschrieben. Für eine übersichtlichere Darstellung von Videos bei YouTube und die Reduktion auf das Wesentliche, das Video, gibt es das Bookmarklet Quietube, welches die Seite etwas aufräumt. Weiterlesen »
Auch wenn der Webbrowser das zentrale Instrument für viele Internetdienste ist stellt man doch oft im Alltag fest, das diese nicht immer benutzerfreundlich verknüpft sind. Seiten lassen sich schwer ausdrucken, Informationen per Email weiterleiten wird zur Qual und wer auf einer Seite ist und weitere Informationen von anderen Seiten wie z.B. Google Maps, Wikipedia benötigt ist gezwungen ein neues Fenster zu öffnen. Mehraufwände die eigentlich unnötig sind und oft unnötigen Frust verursachen.
Firefox: Du sollst mein Buttler sein
Die Erweiterung Ubiquity für Firefox setzt genau hier an. Nach der Installation des Plugins kann man über die Tastenkombination Alt + Leertaste (Mac) bzw. Control + Leertaste (PC) eine Kommando-Zeile aufrufen, die es einem erlaubt über durch die Eingabe von Kurzbefehlen wie print, email, map, oder wiki mit den Inhalten der aktuellen Seite zu interagieren. Man gibt Befehle was mit dem Inhalt der Seite passieren soll.
“Werbung wird als störend empfunden, denn sie ist mit Zeitverlust verbunden.”
Das Internet wird für Kommunikation und Informationsaustausch benutzt und dafür wurde es “erfunden”. Das in diesem Umfeld das Komzept der klassischen Werbung oft keinen Existenzberechtigung hat, wird einem klar wenn man sich Klickraten bei Werbebannern im einstelligen Prozentbereich ansieht und sich fragt “Wie oft habe ich letzte den Browser angeworfen um mir Werbung anzusehen?”. Bei mir persönlich kommt das ehrlich gesagt sehr selten vor und wenn, dann sollte Werbung im Kontext zu meiner Informationssuche sein (Stichwort Behavioral Marketing).
Um nun die Produktivität wieder in den Griff zu bekommen gibt es für Firefox einige Erweiterungen, die die Werbung ausblenden und das digitale Rauschen auf der Monitorfläche reduzieren. Vorallem mit Adblock Plus und der Erweiterung Adblock Fliterset.G ist man einen Großteil der Online-Werbung los.
Vorher & Nachher
Spiegel Online mit Werbung
Spiegel Online ohne Werbung
Spiegel Online mit Inhalt
Doch hier sind wir noch nicht Ende der Möglichkeiten angelangt. Ein Hauptproblem bleibt. Hat man nun seine Information gefunden, so wird sie oft von relevanten anderen Informationen umschlungen. Das ist zwar oft gut gemeind, aber stört den Lesefluss oft ungemein. Die Schrift ist zu klein, das Mausrädchen qualmt und die Augen schmerzen. Der Versuch den Beitrag dann evtl. auszudrucken und auf Papier zu studieren scheitert oft kläglich, wenn eine entsprechende Druck-Funktion auf der Seite fehlt.
Hier setzt das BookmarkletReadability der Webdesigner von Arc90 an, welches man sich hier herunterladen kann. Es zeigt einem nur noch den gewünschten Artikel an und blendet alle anderen Bereiche der Webseite aus.
Erklärvideo
Installationsanleitung
1. Auf lab.arc90.com/experiments/readability gehen.
2. Die gewünschte Leseeinstellung auswählen.
3. Das Bookmarklet auf die Statusleiste des Browsers ziehen.
Wenn man auf einer lesenwerten Seite gelandet ist auf den Readability-Link klicken und das digitale Rauschen wird automatisch redzuiert.
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