Kategorie: Biss(ch)en im Hals | Tags: Blöd, Qualität | Keine Kommentare »
Auch wenn ich gerade kein Brötchen kaue verschlägt es mir bei so viel Dreistigkeit die Sprache. Die Zeitung mit den großen Buchstaben berichtet Online über die Hauptversammlung des verantwortlichen Verlages. Und mit welcher Weisheit beglückt uns der Vorsitzende des Vorstandes? Das tolle Internet macht Journalismus besser! Wow, bisher hatte ich den Eindruck, dass viele sogenannte Journalisten durch das Internet dazu verleitet werden ihr eigenes Gehirn überhaupt nicht mehr einzuschalten. Quote zählt und sonst nichts. Aber Stopp, das sieht Herr D. anders. Und offensichtlich hält er uns alle für so verblödet, das er uns mit der Aussage konfrontiert, dass man mit wenig = schlechtem Journalismus kein Geld verdienen kann. Der Verlag mit der Zeitung die an wenig = schlechtem Journalismus nicht zu überbieten ist meldet allerdings in der gleichen Hauptversammlung ein Rekordergebnis für 2008. Wie jetzt?
Und was die ganze Sache schlimmer macht, ist die traurige Wahrheit, dass auch herkömmliche Printmedien offensichtlich die Kosten zu Lasten der Qualität senken. Davon sind auch die großen, seriösen Blätter mit egal wievielen Buchstaben, abgekürzt oder nicht, betroffen. Würde einer meiner Schüler versuchen mir solche hohlen Phrasen anstatt sinnvoller Antworten zu liefern hätten wir schnell ein Gespräch. Ich kann immer nur hoffen, dass die heutigen Schülerinnen und Schüler nicht zu viel Zeitung lesen und unter Umständen sogar den Blödsinn glauben der dort verzapft wird. Besser sie lernen gleich von Anfang an sich ein eigenes Bild aus vielfältigen Quellen zu machen und dann eigenständig zu entscheiden.
Kategorie: Biss(ch)en im Hals, Brainware | Tags: Benno Moosmüller, Frankfurter Rundschau, Hessenwaldschule, Weiterstadt | Keine Kommentare »
Der Lehrer steht zu sehr im Mittelpunkt, der Unterricht ist nicht effektiv genug, es kommt einfach zu wenig dabei heraus. Und es gibt offenbar eine Demotivierungsspirale. Je länger Kinder und Jugendliche die Schule besuchen, desto geringer ist die Neugier. Die Schüler lernen nur noch für die Tests, es fehlt das Bewusstsein, für ihr eigenes Leben zu lernen.
Da bringt Benno Moosmüller, stellvertretender Leiter der Hessenwaldschule in Weiterstadt, eine erschreckende Erkenntnis auf den Punkt. Alles weitere im Artikel der Frankfurter Rundschau.
Kategorie: Biss(ch)en im Hals | Tags: Kritik, Schule 2.0 | Keine Kommentare »
Und da war es wieder dieses schöne Gefühl: Ich schlage die Zeitung auf, lege sie vor mir auf den Frühstückstisch und schon muss ich husten. Unsere Bundesministerin für den Bereich Bildung fordert ein bundesweites Zentralabitur. Herzlichen Glückwunsch möchte man da rufen – obwohl das gerade nicht geht weil ich versuche dem Erstickungstod zu entgehen.
Offensichtlich waren der guten Frau die etwas deutlicheren Kritiken zu ihren letzten Ideen (zur Erinnerung: Ausländische Akademiker nach Deutschland und Top-Mitarbeiter aus der Industrie) nicht genug. Jetz will sie uns allen beweisen, dass sie vom aktuellen Stand und der damit verbundenen Not im deutschen Bildungssystem tatsächlich überhaupt keine Ahnung hat und auch nicht weiß wie die existierende Misere in den Griff zu bekommen ist.
Wer es schafft nur 5 Minuten zuzuhören – und zwar den Betroffenen: Lehrern und Schülern – wird schnell erkennen, dass die Probleme im Dichter- und Denkerstaat gerade daher rühren, das seit Jahren das “Konzept Wissensvermittlung” nicht angepasst wurde. Man hat immer nur versucht mehr Stoff in kürzerer Zeit in die Köpfe zu stecken und das auch noch mit verstaubten Methoden. Leider funktionieren manche Dinge aber nicht ewig. Anstatt endlich die Strukturen im Bildungswesen aufzubrechen, die Hoheit der Länder zu kippen und eine an heutige Bedürfnisse und Gegebenheiten bundesweite Vorgabe zu entwickeln wird sich immer wieder nur elegant in Szene gesetzt aber nichts getan. Inhaltsleeres Geschwafel, dafür bekommen Schüler eine 5. Minister bekommen Pension.
Kategorie: Biss(ch)en im Hals | Tags: Aufmerksamkeitsdefizit, Produktivität | Keine Kommentare »

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So, jetzt ist die erste Woche der Osterferien geschafft und es wird Zeit sich aus dem Liegestuhl zu schälen und einmal über die zu erwartetenden Arbeiten in der Schule nach zu denken. Nicht zu viel, nur ein bißchen. Und wenn der Unterricht dann wieder startet bin ich auch in der richtigen Stimmung, um regelmäßig über den einen oder anderen Bissen zu schreiben der mir morgens im Hals steckenbleibt. Nicht immer im Zusammenhang mit Schule sondern je nach Lust und persönlichem Befinden über Dinge die einen auch im und am Alltag aufregen.
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