Die drei Wege zur eigenen Community
Kategorie: Technologie | Tags: Buddypress, Drupal, Joomla, Social Networks | 1 Kommentar »
Wer sich Gedanken über Sinn und Zweck einer Community macht, sich also ein Konzept überlegt, warum Menschen sich dort auseinandertauschen sollten, wird früher oder später auch mit technischen Fragen konfrontiert werden. Hier ergeben sich für die Umsetzung drei Varianten.
a) Eröffnung einer Community innerhalb eines bestehenden Netzwerkes (Facebook, Wer kennt wen, etc.). Die technisch einfachste Variante, weil man sich über technische Aspekte keinen Kopf machen muß/kann, und für die Mitgliedergewinnung unter Umständen der beste Ort, wenn Wesen des Netzwerkes zum eigenen Idee passen. (z.B. Business-Communities innerhalb von Xing). Vorteil: Man hat einen Zugriff auf bestehende Nutzergruppen. Nachteil: Keine technische Möglichkeit der Personalisierung.
b) Eröffnung einer Community bei einem Whitelabel-Hoster, wie Ning oder Mixxt. Hier stellt der Anbieter nur die technische Infrastruktur zur Verfügung und ist somit eine Umkehrung der Variante (A), also Nachteil: Man hat keinen Zugriff auf bestehende Nutzergruppen. Vorteil: Es gibt im beschränkten Rahmen Möglichkeiten zur technischen Anpassung.
Beiden Varianten sind zudem unter mehreren Gesichtspunkten kritisch zu betrachten. Was passiert, wenn der Anbieter pleite geht? Wem gehören die Daten? Wie kann ich mit meinen Mitgliedern von einer Plattform auf eine andere wechseln? Wie kontrolliere ich die werbliche Vermarktung meiner Community durch den Anbieter (Stichwort Werbung, Profilbildung, etc.).
Wer also auf Wachstum seiner Community aus ist, sollte sich ernsthaft mit diesen Fragestellungen beschäftigen, denn der Umzug von 20 Freunden, die sich locker austauschen von einer url zur nächsten geht noch relativ streßfrei über die Bühne, wer jedoch mit über 400 Usern und mehreren MB an Daten und Information wechseln muß, hat nicht nur ein organisatorisches als auch technisches Problem, da es keinen Standard für Community-Datenstrukturen gibt, also Inhalte, Benutzerrechte und Profile mit der Hand neu eingespielt werden müssen.
c) Eröffnung einer Community mit eigener Infrastruktur . Durch neue Open-Source Projekte und Erweiterungen für bestehende Redaktionssysteme (CMS: Content Management Systeme) hat sich im letzten Jahr der Markt der Möglichkeiten für eine eigene technische Community-Plattform sehr vereinfacht. Systeme wie Drupal, Joomla und Buddypress erlauben es mit etwas technischem Internet-Grundverständnis innerhalb eines Tages die eigene Community “Out-of-the-Box” auf einem eigenen Webserver zu installieren. Man ist somit Herr im eigenen Haus. Somit können neue Funktionalitäten über vorhandene Plugins schnell implementiert oder selbst realisiert werden. Eine Möglichkeit die sich bei (A) und (B) nicht ergibt. Nachteil: Man hat keinen Zugriff auf bestehende Nutzergruppen. Vorteil: volle Kontrolle über die technischen und konzeptionelle Aspekte der Community.
Dies soll nur ein grober Überblick über die grundlegenden Möglichkeiten sein. Auch wenn (A) und (B) die schnelle Lösung ist, so halte ich persönlich (C) langfristig für die bessere Variante, wobei es immer um die Verhältnismäßigkeit der Mittel geht. Wer 10 Leute organisieren will braucht keinen eigenen Webserver, aber wer auf einen langfristig Community-Wachstum aus ist sollte das Ruder immer selbst in der Hand haben und es nicht in fremde Hände geben.
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Sehe ich auch so, es kommt immer auf den Zweck an zu dem die Community eröffnet wird. Ich habe z.B. eine Ehemaligen Community meiner Schule auf Buddypress laufen, gerade dafür eignet sich Variante C ganz gut. Vorteil sind unter anderem auch PlugIns wodurch sich zusätzliche Funktionen integrieren lassen (Planung von Treffen …).
toli