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The Internet is for Porn …

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oder warum Second-Life jetzt eine Schmuddel-Ecke hat.

Können sie sich noch daran erinnern als man ihnen erzählte, wir werden in Zukunft mittels kantiger Wackel-Avatare in dreidimensionalen Einkaufswelten neue Freunde finden und mit dem Kauf von virtuellen Immobilien richtig viel Asche machen konnte? Ja, das war die Zeit als die HyperHyper-Welle um Second Life bis auf die Titelseite des Spiegels schlug und sogar die Stadt Frankfurt richtig viel Geld für ein virtuelles Frankfurt ausgegeben hat, um im Anschluss digitale Luftblasen zu produzieren.

Die digitale Neuzeit hat nun in diesem Zusammenhang eine betriebswirtschaftliche Neuerung erbracht von der Georg von Opel nur hätte träumen können: Man kann mit HyperHyper aber ohne nennenswertes Einnahmemodell ein Unternehmen gründen und über ein paar Jahre einen Haufen von Manager und Konsorten erfolgreich durch den Winter bringen. Bei Linden-Lab, der Firma hinter Second-Life ist bestimmt viel Sex, Drugs & Rock’n'Roll duch die Büroräume gewandert, doch damit ist jetzt Schluss. Die Geschäftsleitung hat das letze Geleit bestellt.

Man klammert sich jetzt an den Einsatz im Bildungsbereich. Dumm nur das Second-Life so ein beschissenes Image hat. Da muß also ein neues her. Also führt man eine eigene Schmuddelecke mit Altersnachweis ein um den Rest vom Rotlicht zu befreien und bestätigt die Unwissenden, die jetzt wieder sagen ….

Jetzt könnte man sagen “Ist doch cool, die machen jetzt einen auf Saubermann und Söhne bei Linden Lab”, was den Wolfgang und seine Ursula bestimmt freuen wird, aber in Wirklichkeit klammern sie sich an eine Erkenntnis, die man schon im Mittelalter kannte, in Zeiten größter Not ist wenigstens mit Alkohol und käuflicher Liebe noch mancher Taler zu verdienen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,620736,00.html

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