Dan Roam: Auf der Serviette erklärt
Kategorie: Lesestoff | Tags: Alexei Kapterev, Dan Roam, Powerpoint, Präsentation, Slideshare, Visualisierung | Kommentare deaktiviert
Mit einem mehr als zwiespältigem Gefühl beobachte ich den Einzug von Powerpoint in den Unterrichtsalltag. Schlimm genug das das hang zum Slideshow-Bonanza Teil der beruflichen “Meeting”-Kultur geworden ist und mit Buzzword-Bingo eine nützliche Ergänzung gefunden hat, so dringt dieses Monstrum der Präsentationstechnik nun auch schon in den Schulunterricht ein. Leider wird dabei vergessen das eine langweilige Präsentation nicht dadurch besser wird, das man dem Zuschauer zeigt welche coolen Funktionen man in den Tiefen der Bedieneroberfläche von M$ Powerpoint entdeckt hat. Alexei Kapterev bringt die Problematik von (Powerpoint)-Präsentationen in einer (Powerpoint)-Präsentation (sic) schön auf den Punk ….
Tod durch Powerpoint
Weniger ist mehr …
Das Entscheidende bei einer Präsentation ist der Inhalt und nicht die Verpackung. Man will eine Botschaft vermitteln, auf ein Problem aufmerksam machen oder Zusammenhänge erklären. Die Konzeption und Strukturierung der Inhalte und die Schaffung von Verbindungen zwischen den Elementen ist der Schlüssel für eine nachhaltige Wirkung auf das Publikum. Sonst kommt es zum Tod durch Powerpoint.
Mit Kuli & Bierdeckel überzeugen
Dan Roam‘s Buch “The Back of the Napkin: Solving Problems and Selling Ideas with Pictures” (ab Mai als “Auf der Serviette erklärt” auf deutsch) liefert hier praktische Tipps & Trick, wie man mittels visuellem Lernen Probleme strukturiert, Lösungen erarbeitet und visualisiert.
Bei vielen Geschäftsverhandlungen kommen Powerpoint-Präsentationen in epischer Länge und zahllose Dokumente zum Einsatz. Doch was ist, wenn eine wichtige Verhandlung im Restaurant, am Bahnhof oder sehr kurzfristig stattfindet, sodass keine Zeit für ausführliche Vorbereitungen bleibt? Dann müssen Ideen eben spontan auf Servietten oder auf der Rückseite einer Visitenkarte skizziert werden. Dan Roam zeigt, wie man Geschäftsideen im Kopf visualisiert, auf den Punkt bringt und freihändig Schaubilder entwirft. Und er beweist mit vielen Beispiel-Skizzen, dass – außer vielleicht der berüchtigten Steuererklärung – so ziemlich jeder Business-Fall auch auf einem Bierdeckel Platz hat.
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